Islamic Relief Wasserprojekte
Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Dennoch hat einer von sechs Menschen keinen Zugang zu Wasser – das sind 1,1 Milliarden Menschen weltweit. Zwei von sechs Menschen, insgesamt 2,6 Milliarden Menschen, haben keinen Zugang zu adäquaten sanitären Einrichtungen.
Klimawandel, Verstädterung und Bevölkerungswachstum ließen in den letzten Jahren den Bedarf an Wasser ansteigen mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Umwelt. Betroffen sind vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern, die bereits unter den ärmsten Bedingungen leben – sie sind den negativen Auswirkungen von Wasserknappheit, Hunger, fehlender Hygiene und Krankheiten ausgesetzt, die sich durch verschmutztes Wasser übertragen.
Das Ungleichgewicht zwischen Bedarf und Vorkommen von Wasser ist in großen Teilen Asiens und Afrikas, sowie in Mittelamerika besonders hoch. Es wird mehr Wasser benötigt als vorhanden ist. Das bedeutet, dass Spannungen zwischen Menschen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ansteigen. Die Knappheit der Ressourcen fördert die Entstehung von Wasserkrisen (World Water Council).
Wussten Sie, dass ...
... zwei von sechs Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen haben? Das sind weltweit 2,6 Milliarden Menschen.
... in den letzten zehn Jahren Diarrhöe mehr Kinder getötet hat als die Anzahl von Menschen, die im Zweiten Weltkrieg umkamen? Jeden Tag sterben 3.900 Kinder an der Durchfallerkrankung, die durch verschmutztes Wasser übertragen wird.
... 6 Kilometer die durchschnittliche Strecke ist, die Frauen in Afrika und Asien beim Wasserholen zu Fuß zurücklegen? Dabei sind sie tagtäglich den Gefahren von Übergriffen, Krankheiten oder Vergewaltigungen ausgesetzt.
Wie hilft Islamic Relief?
Eines der Jahrtausend-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2015 ist die Halbierung der Anzahl an Menschen ohne Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen.
Islamic Relief trägt einen wesentlichen Teil zur Erreichung dieser Ziele bei, indem wir nachhaltige Wasser- und Sanitärprojekte durchführen. Auch ist Islamic Relief ständig bemüht, Projekte dort zu realisieren, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Unsere Mitarbeiter suchen benachteiligte Gemeinden und Regionen in ländlichen Gegenden aus, um dort mit gezielten Hilfsmaßnahmen Entwicklung zu fördern. Mithilfe der lokalen Bevölkerung graben sie Brunnen und bauen Wasserversorgungsanlagen oder Regenwasser-Auffangbecken. Der Bau von Latrinen und Hygieneschulungen sind ebenso ein wichtiger Bestandteil vieler Wasserprojekte. Die Ausbildung von geeignetem Personal für die Wartung der Brunnen gewährleistet die Nachhaltigkeit unserer Arbeit.
Folgende Projekte bilden eine Auswahl von Aktivitäten im Sektor Wasser, die Islamic Relief Worldwide bisher durchführte:
1. Afghanistan, Bewässerungsprojekt und Brunnenbau
2. Bangladesch, Wasserprojekt und Errichtung von arsenfreien Brunnen
3. China, Bewässerungsprojekt und Regenwasser-Auffangbecken
4. Irak, Brunnenbau
5. Pakistan, Gemeinde-Wasser-Projekt
6. Russische Föderation (Tschetschenien), Wasserprojekt
7. Somalia, Wasser- und Sanitärprojekt
8. Sudan, Bewässerungsprojekt und Brunnenbau
Wasser spenden – mit nachhaltigem Nutzen
Brunnen und Wasserversorgung haben einen langfristigen Nutzen. Ein Brunnen wird nicht nur einen Menschen mit Wasser versorgen, sondern eine ganze Gemeinde oder sogar Region – und das in dauerhafter Art und Weise.
Im Islam hat genau diese Art von Spende einen hohen Stellenwert. Sie heißt „Sadaqa Dscharija”, dauerhafte Spende. Der Gesandte Allahs (Friede und Segen auf ihm) sagte:
„Wenn der Mensch stirbt, hören seine Taten auf, außer dreierlei: einem dauerhaften Almosen, einem nützlichem Wissen und einem rechtschaffenen Kind, das für ihn Bittgebete spricht.“ (Muslim, Tirmidhi)